Beschreibung

Das EU-Projekt GS Soil implementiert eine Geodateninfrastruktur (GDI) für Bodendaten, mit der diese auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene bereitgestellt werden.

An der von Juni 2009 bis Mai 2012  dauernden Entwicklung des Projekts waren 34 Partner aus 18 Ländern beteiligt. Von diesen stammen 24 Partner aus dem Bodenbereich und bieten ihre Daten im Netzwerk an.

Ziel war es, ein europäisches Netzwerk und eine Infrastruktur aufzubauen, um den Zugriff auf räumliche Bodendaten für den öffentlichen Sektor, für private Unternehmen und für die Bürger zu verbessern. Das GS Soil-Projekt betrachtete Aspekte der Datenorganisation und Datenharmonisierung sowie der semantischen und technischen Interoperabilität, um nahtlose raumbezogene Informationen über das Thema Boden bereitzustellen und den Zugriff für unterschiedliche Nutzergruppen zu verbessern.

wemove realisierte dabei die IT Infrastruktur zum Zugriff auf Bodeninformationen (Anbindung, Suche und Erfassung). Dabei wurden die umfangreichen Komponenten der InGrid Software, mit der auch schon PortalU umgesetzt wurde, an die speziellen Anforderungen im Themenbereich Bodendaten adaptiert.

Zentrales Ergebnis ist nun das GS Soil Portal. Europäische Bodendaten aus heterogenen Quellen werden in ihm gebündelt. Um die supranationale Nutzbarkeit sicherzustellen, wurden auf Seiten des Portals und der zugehörigen Dienste die Aspekte der Mehrsprachigkeit und Dateninterpretation gewährleistet. So wurden z.B. Schnittstellen zur Einbindung eines europäischen semantischen Dienstes entwickelt, der einen mehrsprachigen Gazetteer und den Boden-Thesaurus SoilThes liefert. Dieser Dienst kommt im GS Soil Portal in der erweiterten Suche und im InGridEditor zum Hinzufügen von Schlüsselwörtern und Raumbezügen zum Einsatz.


	Zentrale Suche nach Bodendaten

Zentrale Suche nach Bodendaten

Kunde

Kooperation von Bund und Ländern

Ein Kooperationsprojekt (VKoopUIS)  zwischen Bund, Ländern und Wirtschaft.

Jahr

2012

Technische Aspekte

Die verteilte Suchmaschine wurde mit Hilfe der InGrid Software umgesetzt. Diese ermöglicht eine Anbindung von Bodeninformationen aus unterschiedlichsten Quellen an den zentralen InGrid Informations-Broker. Dies ist sowohl per standardisiertem CSW Dienst, als auch per Mapping aus unterschiedlichen Datenbanken möglich. Dabei wird auch ein InGrid Catalog zur Verfügung gestellt, auf dem Bodeninformationen INSPIRE konform erfasst werden können.

Die Suche erfolgt über das zentrale GS Soil Portal. Anhand von verteilten Indexen vor Ort an den Datenquellen oder an zentral gesammelte Daten (Harvesting) werden die Suchtreffer sortiert und gewichtet dargestellt.