 |
 |
 |
 |
 |
| PROJEKTÜBERSICHT |
 |
 |
 |
KJP-BADO Dokumentationssoftware
|
| Beschreibung |
 |
KJP-BADO ist ein von der Kommission Qualitätssicherung in der Kinder und Jugendpsychiatrie entwickelter Dokumentationsstandard, der
einerseits der Qualitätssicherung bei den Erbringern von Versorgungsleistungen dienen und andererseits eine gemeinsame
Verlaufsforschung ermöglichen soll. Zur breiten Einführung dieses Standards sollte eine professionelle Software entwickelt werden, die die
computergestützte Erfassung der Daten erlaubt.
Die Anforderungen an die Software wurden in einem Workshop erarbeitet, an dem alle potentiellen Anwendergruppen teilnahmen.
 Oberfläche der Anwendung (Bild klicken für Vergrößerung)
|
| Kunde |
 |
ZYRES digital media systems GmbH
|
| Link |
 |
www.kjp-bado.de
|
| Realisierung |
 |
Hauptanforderungen, die die technische Entwicklung maßgeblich beeinflussten, waren die einfache inhaltliche Erweiterbarkeit der Anwendung sowie die benutzerfreundliche Eingabe der Daten verbunden mit der
Sicherstellung einer hohen Qualität der Daten.
Die Software ist in C# programmiert und ist damit nach Installation des .Net Frameworks auf den aktuelleren Windows Versionen lauffähig.
Als Datenbank kommt Firebird zum Einsatz, da diese frei verfügbar (open source) ist und in einer Server- und einer embedded Version zur
Verfügung steht. Dadurch ist es auf elegante Weise möglich, dem Wunsch nach einer Mehrplatzversion und einer möglichst kleinen Einzelplatzversion zu entsprechen.
Um trotzdem auch für andere Datenbankplattformen offen zu sein, wurde das Persistenz-Framework NEO eingesetzt.
Hierdurch gelang zudem eine starke Vereinfachung der Anwendungsentwicklung.
|
| Inhaltliche Erweiterbarkeit |
 |
Die Vorgabe inhaltlicher Erweiterbarkeit zielt vor allem auf die Unterstützung zukünftiger Dokumentationsstandards. Änderungen wirken sich sowohl auf das Datenmodell als auch auf die
Eingabemasken aus. Bei der Anwendungsentwicklung wurde deshalb vor allem auf Flexibilität in diesen beiden Bereichen Wert gelegt.
|
| Modellierung des Datenmodells |
 |
Das Datenmodell ist komplett in UML modelliert. Per XSLT werden daraus die SQL Skripte zum Erstellen der Datenbanktabellen sowie die Definitionsdateien für die automatische Erzeugung der
Businessobjekte für NEO generiert. Mit Hilfe von Tagged Values können auch anwendungsspezifische Angaben wie Export- und Suchdefinitionen direkt im Modell verankert und automatisch in die
entsprechenden XML Dateien exportiert werden.
Die Ergänzung eines neuen Dokumentationsstandards erfordert damit lediglich eine Erweiterung des Datenmodells und Neugenerierung der genannten Dateien. Die den neuen / geänderten Tabellen
entsprechenden Objekte stehen anschließend für die Programmierung zur Verfügung.
|
| Definition der Eingabemasken |
 |
Um eine möglichst umfassende Beschreibung der unterschiedlichen Dokumentationsmasken außerhalb des Programmcodes zu ermöglichen, wurde ein auf XML Dateien basierendes Formular-Framework entwickelt.
Aus den Definitionsdateien wird zur Laufzeit die Dokumentationsoberfläche sowie die Verbindung der Dokumentationsitems zur Datenbank herstellt. Die einzelnen Items werden über eine Kette von
Control-, Binding-, Validierungs-, Konvertierungs- und gegenseitige Abhängigkeiten implementierende Klassen realisiert.
Durch die so erzielte Trennung von Formulardefinition und -implementierung können inhaltliche Änderungen schnell und auch von Nicht-Entwicklern vorgenommen werden. Das Framework stellt
dabei die technische Korrektheit sowie das einheitliche Aussehen der Oberfläche sicher.
|
| Dateneingabe |
 |
Da pro Dokumentation eine große Anzahl von Daten erfasst wird, steht ein Schnelleingabemodus zur Verfügung, der nach Eingabe eines Items automatisch zum nachfolgenden wechselt.
Um eine hohe Datenqualität für die elektronische Auswertung der Dokumentationen zu gewährleisten, findet eine direkte Prüfung der Feldwerte statt, die auch Abhängigkeiten zu anderen Feldern berücksichtigt.
Felder werden abhängig von anderen automatisch gesperrt, entsperrt oder als verpflichtend gekennzeichnet. Fehlerhafte Eingaben werden durch ein entsprechendes Fehlersymbol markiert und erfordern eine sofortige Korrektur.
 Die Dokumentationsmaske passt sich dynamisch...
 ... den eingegebenen Daten an
 Komfortabel lassen sich ganze Bereiche ausblenden
 Anzeige einer fehlerhaften Eingabe
|
| Programmversionen |
 |
Das Programm steht in unterschiedlichen Programmversionen zur Verfügung:
Die Demoversion entspricht der Einzelplatzversion, wobei die Anzahl der Patienten auf maximal 10 beschränkt ist.
Die Einzelplatzversion ist für den ambulanten Einsatz gedacht und stellt mit der integrierten Datenbank minimale Anforderungen an die Installtionsumgebung.
In der Mehrplatzversion sind mehrere Clients mit einem Datenbankserver verbunden, sodass eine zentrale Datenspeicherung möglich ist. Diese Version wird in Krankenhäusern eingesetzt.
Alle Versionen erlauben das Einrichten unterschiedlicher User mit unterschiedlichen Rechten z.B. bezüglich Nicht-Anonymisiertem Export.
|
| Weitere Merkmale |
 |
Import von Altdaten: Um die Neueinführung der Anwendung zu erleichtern verfügt sie über die Möglichkeit vorhandene Daten zu importieren.
Backup: Die Mehrplatzversion erlaubt die Erstellung von Backups aus dem Programm heraus. Die Einzelplatzversion sieht hier manuelle Backups vor.
Export: Daten können aus der Anwendung exportiert werden, um sie Statistikprogrammen wie SPSS zur Verfügung zu stellen. Es stehen eine anonymisierte und eine nicht anonymisierte Variante zur Auswahl.
Suche: Die Anwendung verfügt über komplexe Suchmöglichkeiten, die beispielsweise eine Sucheinschränkung für jedes einzelne Item ermöglichen.
 Komplexe Suchmöglichkeiten
Individualisierung der Dokumentationen: Um die Dokumentationen speziellen Anforderungen vor Ort anpassen zu können, ist die Definition einer individuellen BADO möglich, die sich aus Teilen der
vorhandenen ambulanten und stationären Fassung zusammenstellen lässt. Alle Fassungen können durch selbst definierte Items ergänzt werden.
 Individuelle Zusammenstellung der Dokumentation
Schnittstelle für Kartenleser: Das Programm unterstützt das Einlesen von Krankenversichertenkarten über gängige (CT-API konforme) Kartenlesegeräte.
Druck: Die Dokumentationen können im Layout der Papierversion gedruckt werden.
Installation: Die Installation von Programm und Updates erfolgt komfortabel über ein Installationsprogramm. |
 |

|